Vorsorgeuntersuchungen
Gesundheitscheck ab 35
Ihre Gesundheit im Blick – vorsorgen statt nachsorgen.
Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte alle drei Jahre Anspruch auf einen kostenlosen Gesundheits-Check-up. Wir begleiten Sie dabei umfassend und nehmen uns die Zeit, die eine sorgfältige Vorsorge verdient.
Was ist im Check-up enthalten?
Anamnese & Beratungsgespräch Wir besprechen Ihre persönliche und familiäre Krankengeschichte, aktuelle Beschwerden sowie Ihren Lebensstil – die Grundlage für eine individuelle Einschätzung Ihres Gesundheitszustands.
Körperliche Untersuchung Eine systematische Untersuchung gibt Aufschluss über Ihren allgemeinen Gesundheitsstatus: Blutdruck, Puls, Gewicht, BMI sowie Herz-, Lungen- und Bauchorgane werden sorgfältig geprüft.
Laboruntersuchung Aus einer Blutprobe bestimmen wir wesentliche Werte wie Blutzucker und Gesamtcholesterin – wichtige Frühindikatoren für Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Urinuntersuchung Der Urintest gibt Hinweise auf mögliche Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen.
Für wen ist der Check-up geeignet?
Der Gesundheits-Check-up richtet sich an alle gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren. Auch Privatpatienten können den Check-up in Anspruch nehmen – sprechen Sie uns gerne auf die Konditionen an.
Gut zu wissen: Seit 2019 haben auch Versicherte zwischen 18 und 34 Jahren einmalig Anspruch auf einen Check-up.
Hautkrebscreening
Hautveränderungen früh erkennen – für mehr Sicherheit.
Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die gute Nachricht: Wird er früh entdeckt, sind die Heilungschancen sehr gut. Das Hautkrebsscreening ist eine einfache, schmerzfreie Untersuchung – und kann lebensrettend sein.
Wer hat Anspruch?
Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebsscreening. Die Untersuchung kann eigenständig oder in Kombination mit dem Gesundheits-Check-up wahrgenommen werden.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Sichtuntersuchung der gesamten Haut Wir untersuchen systematisch die gesamte Körperoberfläche – von der Kopfhaut bis zu den Fußsohlen, einschließlich schwer einsehbarer Stellen. Die Untersuchung dauert in der Regel 10 bis 15 Minuten.
Beurteilung auffälliger Stellen Muttermale, Altersflecken oder andere Veränderungen werden sorgfältig beurteilt. Bei Bedarf setzen wir ein Dermatoskop ein, das eine vergrößerte Betrachtung der Hautstruktur ermöglicht.
Aufklärung & Empfehlung Im Anschluss besprechen wir die Befunde mit Ihnen. Besteht Klärungsbedarf, leiten wir eine weiterführende Untersuchung beim Dermatologen ein.
Prostatakrebs-Früherkennung
Männergesundheit ernst nehmen – rechtzeitig handeln.
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Viele Betroffene bemerken im Frühstadium keinerlei Beschwerden – umso wichtiger ist die regelmäßige Vorsorge. Eine früh erkannte Erkrankung ist in den meisten Fällen gut behandelbar.
Wer hat Anspruch?
Gesetzlich versicherte Männer haben ab 45 Jahren einmal jährlich Anspruch auf die kostenlose Früherkennungsuntersuchung. Männer mit erhöhtem familiären Risiko – etwa einem Vater oder Bruder mit Prostatakrebs – sollten bereits ab 40 Jahren mit der Vorsorge beginnen.
Was wird untersucht?
Tastuntersuchung (digital-rektale Untersuchung) Der Kassenstandard umfasst eine körperliche Untersuchung, bei der die Prostata vom Arzt ertastet wird. Vergrößerungen, Verhärtungen oder unregelmäßige Strukturen können so wahrgenommen werden.
PSA-Test (individuelle Gesundheitsleistung) Der PSA-Test misst den Prostata-spezifischen Antigen-Wert im Blut. Ein erhöhter Wert kann auf Prostatakrebs, aber auch auf eine gutartige Prostatavergrößerung oder Entzündung hinweisen. Der Test ist wissenschaftlich anerkannt, wird jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht routinemäßig erstattet und kann als IGeL-Leistung in Anspruch genommen werden.
Unser Angebot: Wir beraten Sie ausführlich zu Nutzen und Grenzen des PSA-Tests – damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
Darmkrebs-Früherkennung
Darmkrebs ist vermeidbar – wenn man rechtzeitig hinschaut.
Darmkrebs entwickelt sich meist langsam über viele Jahre – häufig aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen. Genau das macht ihn so gut vorbeugbar: Wer regelmäßig zur Früherkennung geht, gibt dem Krebs kaum eine Chance. In Deutschland erkranken jährlich rund 60.000 Menschen neu – dabei gehört Darmkrebs zu den am besten behandelbaren Krebsarten, wenn er früh entdeckt wird.
Wer hat Anspruch – und auf was?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen je nach Alter unterschiedliche Leistungen:
ab 50 Jahren haben Männer und Frauen Anspruch auf entweder 2 Darmspiegelungen (im Abstand von 10 Jahren) oder alle 2 Jahre einen immunologischen Stuhltest (iFOBT).
Bei familiärer Vorbelastung – z. B. Darmkrebs bei Eltern oder Geschwistern – empfehlen wir, bereits ab 40 Jahren oder 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des Angehörigen mit der Vorsorge zu beginnen.
Die Untersuchungsmethoden im Überblick
Stuhltest (iFOBT) Der Test weist unsichtbare Blutspuren im Stuhl nach, die auf Polypen oder Darmkrebs hindeuten können. Die Probe wird bequem zu Hause entnommen und in der Praxis abgegeben. Einfach, schmerzfrei und zuverlässig als erster Hinweis.
Darmspiegelung (Koloskopie) Die Koloskopie ist die sicherste Methode zur Darmkrebsvorsorge. Der Darm wird dabei direkt von innen betrachtet – Polypen können in derselben Sitzung sofort entfernt werden, bevor sie sich zu Krebs entwickeln. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter leichter Sedierung und ist damit praktisch schmerzfrei.
Hinweis: Die Koloskopie führen wir in Kooperation mit einer gastroenterologischen Praxis durch. Wir stellen Ihnen die Überweisung aus und begleiten Sie durch den gesamten Prozess.
Ablauf in unserer Praxis
- Beratungsgespräch – Wir klären, welche Untersuchung für Sie aktuell sinnvoll ist
- Ausgabe des Stuhltests – Unkomplizierte Mitgabe und Rückgabe in der Praxis
- Auswertung & Befundbesprechung – Bei auffälligem Ergebnis leiten wir weitere Schritte ein
- Überweisung zur Koloskopie – Bei Bedarf mit direkter Terminkoordination
